Freie Kunst

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Kunstwerke sind „sichtbare Erdstationen, die etwas aus sich entlassen, was metaphysischen, spirituellen Charakter hat”
Joseph Beuys


Meine freie bildnerische Arbeit zielt nicht auf die Simulation von Realität, die Illustration der Worte-Welt in artistischen Bildvariationen. Es geht im Gegenteil immer wieder darum, bildnerische Begriffsbildung vom Sprachdenken abzukoppeln und bei der Arbeit unmittelbar und gegenwärtig zu sein.
Die Arbeiten sind gewissermaßen Gerinnungen, Formulierungen von Resonanzfeldern zwischen inneren und äußeren Polen.


Die Sequenzen entstehen in weitgehender Abfolge von Ausdrucksimpulsen, durch die die Aura des Themas bis zu einem vorläufigen Endpunkt abgetastet wird. Es kommt also zu einem Niederschlag gleichzeitiger sowie einander (auch im Sinne des Hervorrufens) folgender Erlebensfacetten: Mithin ist das einzelne Bild Teil eines Organismus, wirkt in und durch bestimmte Nachbarschaften. Das Ensemble ergibt den ganzen Klang.
 
Die Pinselzeichnungen werden von mir als zwischen Bild- und Schriftbefindlich empfunden. Mein Bestreben ist, sie einerseits ins Zeichenhafte zu verknappen, wo es nur geht, andererseits soll der Schaffens-Prozess absichtslos und flüssig sein. Es geht um „Handschriftlichkeit”, deren Aufladung als hauptsächliche Mitteilungsebene.

Die Titel fassen die jeweiligen Serien zusammen, sagen etwas über die auslösende Situation, sind keine Erklärungen: Meine Arbeit kommt aus dem sprachfreien Raum und bleibt auf dieser Ebene wirksam. Mein Verhältnis zu den Arbeiten ist etwa das einer Übermittlerin: Es gibt also durchaus Arbeiten, die mich befremden.
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